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Beschreibung

Erfahrungsgemäß kommen Fragestellungen der psychotherapeutischen Berufsethik in Ausbildung und Berufsalltag häufig zu kurz, und so herrscht oftmals auch ängstliches Schweigen über ethisch fragwürdige Erlebnisse oder Erfahrungen.

Das Seminar möchte das Bewusstsein schärfen für die Unterschiede zwischen Behandlungs- oder Haltungsfehlern, die revidierbar und reparabel sind und ggfs. sogar konstruktiv gewendet werden können, und ethischen Entgleisungen, die Schaden anrichten und durch die Ethikgremien sanktioniert werden können.

Ein weiteres Thema sind die allgemeinen und persönlichen Risikofaktoren in unserem Berufsfeld auf der „slippery slope“, der von einem Macht- und Abhängigkeitsgefälle geprägten psychotherapeutischen Beziehung, seien es spontane Affektdurchbrüche, ungezügelter Eigennutz bis hin zu emotionaler, finanzieller oder sexueller Ausbeutung oder die ansteigende eigene Bedürftigkeit durch Alter und Krankheit.

Das Seminar gibt Beispiele aus der Ethikarbeit und Raum für eigene Erfahrungen der Teilnehmenden.   

Referent:innen

Dipl.-Psych. Ann Kathrin Scheerer

Psychoanalytikerin (DPV, DGPT, IPV), Leiterin der Ethikkommission der DPV, Mitglied der Schiedskommission der DGPT.

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