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Beschreibung

Vertrauen ist das Fundament jeder gelingenden Beziehung und zugleich ein sensibles Konstrukt, das im Kontakt mit „Fremdem“ besonders gefordert und gefährdet ist. Fremdheit kann sich aus kulturellen Prägungen ergeben wie auch aus neurodiversen Wahrnehmungs- und Erlebniswelten. In diesem Seminar beleuchten wir, wie Wahrheit und Täuschung, Verstehen und Missverstehen in interkulturellen Therapien in Erscheinung treten können. Mittels Theorie-Input und Videosequenzen aus Interviews mit Vertreter:innen von als „fremd“ erlebten Kulturen werden das Problemspektrum illustriert und Ansätze reflektiert, „schmale Brücken“ tragfähig zu gestalten – mit Feingefühl für implizite Konventionen, Mehrdeutigkeiten und nonverbale Resonanzen. Die Nutzung von mentalisierungsfördernden und psychoedukativen Interventionen, die eigene (psychotherapeutische) Kulturgebundenheit wie auch der Umgang mit Grenzen der Verständigung sollen diskutiert werden, um mehr Sicherheit im Navigieren störanfälliger Begegnungsräume zu gewinnen.

Referent:innen

Priv.-Doz. Dr. Carola Bindt

Stellv. Direktorin, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am UKE, Psychoanalytikerin (DPG), Dozentin, Supervisorin, Lehrtherapeutin am IfP u. a. Instituten. Behandlungs- und Forschungsschwerpunkte: peripartale psychische Störungen, frühe Kindheitsentwicklung, Neurodiversität.

Dr. Claas Happach

FA für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse, Gruppenanalyse bis 9 / 23 Leiter der Psychiatrischen Klinik des Bethesda Krankenhauses Bergedorf, seitdem in eigener Praxis als Psychotherapeut, Supervisor und Dozent tätig.

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