N10: Übertragungsfokussierte Psychotherapie
Herausforderungen bei der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen
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Beschreibung
Die übertragungsfokussierte Psychotherapie (Transference-Focused Psychotherapy, TFP) ist eine manualisierte, evidenzbasierte Behandlungsmethode für Menschen mit Persönlichkeitsstörungen. Basierend auf Objektbeziehungstheorie und Psychoanalyse hat die TFP zum Ziel, über die Integration abgespaltener Selbst- und Objektrepräsentanzen eine Veränderung der Persönlichkeitsorganisation zu erreichen. Symptome werden gelindert und die Beziehungs- und Funktionsfähigkeit nachhaltig verbessert. In unserem Seminar liegt der Schwerpunkt auf der Anwendung der TFP bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Anhand von klinisch-praktischen Beispielen, die gerne auch von den Teilnehmenden kommen dürfen, diskutieren wir die Hintergründe und Interventionen der TFP sowie deren modifizierter Form, der übertragungsfokussierten Psychotherapie für Adoleszente (TFP-A). Für wen eignet sich die Methode besonders gut? Welche Aspekte sind spezifisch hilfreich? Wo stößt das Konzept möglicherweise an Grenzen? Dabei beleuchten wir nicht zuletzt den Umgang mit typischen Herausforderungen, wie sie etwa die Einbindung von Eltern oder des Helfernetzwerks mit sich bringen, und Anpassungen im (teil-)stationären Setting.
Referent:innen
Dr. med. Ursula Völker
Oberärztin, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, zertifizierte Therapeutin für übertragungsfokussierte Psychotherapie.
Dr. Olga Wlodarczyk, M.Sc.
Psychologische Psychotherapeutin (TP), Therapeutische Leitung, Klinik für Persönlichkeits- und Traumafolgestörungen – Asklepios Klinik Nord Ochsenzoll, Station für Beziehungszentrierte Psychodynamische Psychotherapie.