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Beschreibung

Ausgehend von bekannten Sprichwörtern über das Lügen, sollen im Seminar zentrale Übertragungs- und Gegenübertragungsdynamiken der psychotherapeutischen Arbeit mit Patient:innen herausgearbeitet werden. Im Gespräch mit der Gruppe möchte ich insbesondere das Verhältnis zwischen der unbewussten Konfliktdynamik und der spezifischen Art der jeweiligen Objektbeziehungen, aber auch das Verhältnis zwischen innerer Welt und äußerer sozialer Realität in den Blick nehmen. Als Material werden wir sowohl theoretische und literarische Texte als auch Behandlungssequenzen verwenden. Literaturliste sowie Grundlagentexte werden vorab zur Verfügung gestellt. Beispiele aus eigenen Behandlungen der Teilnehmer:innen sind willkommen.
Die vier Seminarsitzungen werden voraussichtlich folgende Themenschwerpunkte haben:

1. Wahrhaftigkeit und Lüge:
Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht und wenn er auch die Wahrheit spricht. Ehrlich währt am längsten.

2. Lüge und Verrat
Lügen haben kurze Beine. Wer lügt, kriegt eine lange Nase

3. Paradoxales Lügen
Sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen. Alle Kreter lügen.

4. Soziale Pathologien des Lügens
Rechthaberei. Allwissenheit und Alternative Fakten.

Referent:innen

Dr. phil. Angelika Ebrecht-Laermann, Dipl. Psych.

Psychologische Psychotherapeutin AP / TP, Lehranalytikerin und Supervisorin BPI / DPV / IPA / DGPT. Ehemals Professorin, Germanistin und Politikwissenschaftlerin, externe Psychotherapeutin im Strafvollzug und Prognosegutachterin für Verkehrs- und Strafrecht.

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