N05: Was ist real - was ist fake?
Veränderte Identitäts- und Partnerschaftsentwicklung bei jungen Erwachsenen
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Beschreibung
Bei den emerging adults (den 18 bis 30-jährigen) ist vieles im Fluss, instabile Arbeits- und Beziehungsverhältnisse mit einem erhöhten Selbstfokus, ja Narzissmus, sind auffallend. Die verzögerte Identitätsentwicklung hat Konsequenzen für die Paarbeziehung und ist mit einem häufigen Partnerwechsel bei weniger commitment („Flucht vor der Intimität“) verbunden. Der Einfluss der sozialen Medien ist gravierend; insbesondere Online-Dating mit seinen veränderten geschönten Darstellungen und der relativen sexuellen Enthemmung wirft die Frage auf, ob junge Leute noch zwischen „in and out of the box“ (Shmuel Ehrlich) unterscheiden können und die Realität überhaupt noch attraktiv ist. Die therapeutischen Konsequenzen, u.a. Aspekte des Rahmens und der therapeutischen Beziehung, sollen gemeinsam reflektiert werden. Gerne können eigene Fälle eingebracht werden.
Referent:innen
Prof. Dr. Inge Seiffge-Krenke
Professorin für Entwicklungspsychologie, Universität Mainz, Psychoanalytikerin (DPV IPV) für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.