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Beschreibung

Geschwister haben häufiger unterschiedliche, zuweilen sogar widersprüchliche Erinnerungen an dieselben Ereignisse. Abhängig von der Qualität der geschwisterlichen Beziehungen kann dies zu erbitterten Kämpfen um die „Wahrheit“ oder aber zur Entwicklung von Ambiguitätstoleranz führen. Dabei können Geschwister für die Wahrnehmungsvalidierung und für die Vertrauensfähigkeit eine ebenso große Rolle spielen, wie die Eltern. Zudem sollte heute der Einfluss der Geschwisterbeziehungen auf die Entwicklung von Selbst- und Objektrepräsentanzen, Identitätskonturierung sowie Objektwahl unserer PatientInnen, ausreichend Beachtung finden.

Neben der Darstellung einiger grundlegender Erkenntnisse über Geschwister-beziehungen, soll das Thema schwerpunktmäßig entlang von anamnestischen Fragestellungen, anhand von Fallbeispielen der Teilnehmenden und ggf. dem Austausch über die eigenen Geschwisterbeziehungserfahrungen, bearbeitet werden.

Referent:innen

Dipl.-Psych. Ulrike Lilje

Psychologische Psychotherapeutin, Praxis für Psychotherapie (TP), mehrjährige Mitarbeit im Vorstand und Ausbildungsausschuss des Arbeitskreises für Psychotherapie (AfP) am Michael-BalintInstitut.

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