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Beschreibung

Verschwörungstheorien erfüllen psychologische Funktionen, die tief in individuellen und Gruppendynamiken verwurzelt sind. Dieses Kurzseminar soll im Überblick die psychodynamischen Prozesse beleuchten, durch die aus anfänglichem Zweifel eine starre Gewissheit entstehen kann – und wie Misstrauen gegenüber Institutionen, Menschen oder Fakten zu einem identitätsstiftenden Weltbild gerinnt. Aus intrapsychischer Perspektive betrachten wir Bindungserfahrungen, unbewusste (Scham- und Schuld-)Konflikte wie auch Beziehungswünsche, die Verschwörungsglauben begünstigen. Auf gesellschaftlicher Ebene analysieren wir, wie soziale Spaltungen, unverarbeitete kollektive traumatische Erfahrungen und das Bedürfnis nach Orientierung und Zugehörigkeit diese Haltungen verstärken können.

Referent:innen

Dr. Claas Happach

FA für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse, Gruppenanalyse bis 9 / 23 Leiter der Psychiatrischen Klinik des Bethesda Krankenhauses Bergedorf, seitdem in eigener Praxis als Psychotherapeut, Supervisor und Dozent tätig.

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